Tonkrake

Riesenkrake und Zombiefriedhof

In den Semesterferien fand wie jedes Jahr  das WienXtra-Ferienspiel im Atelier statt. Heuer wieder unter dem Motto „Gestalten mit Ton“. Für alle neugierigen Eltern, Großeltern und Begleitpersonen, die nicht dabeisein konnten, hier ein kleiner Blick hinter die Kulisse:

Die Tonhubel stapeln sich in einer Ecke des Ateliers, die Schlickertöpfchen, Walzen zum Ausrollen, Modellierstäbchen und –messer stehen bereit. Der Kamin ist eingeheizt und verbreitet wohlige Wärme. Die ersten Kinder kommen, ausgerüstet mit einem Schuhkarton für den Heimtransport der Tonwerke. Langsam füllt sich der Raum… neugierige Blicke, neue Gesichter und altbekannte.
Nach einer kurzen Begrüßung und der Vorstellung des Materials schneide ich für jedes Kind eine Scheibe Ton ab – schon der „Trick“ mit der Schnur zum Trennen des Tons begeistert die Kinder. Kaum liegt der Ton vor ihnen, tasten die kleinen und großen Finger nach dem Material („Der ist ja noch ganz kalt!“,“ Wow, so viel!“), es wird daran geschnuppert und dann bohren sich die Finger ins Material, die Hände rollen den Ton, drücken, kneten und formen ihn. Muster werden reingedrückt und glattgestrichen. Finger ins Wasser getaucht und sanft über den Ton gestrichen.Nachschub wird geholt. Stolz schneiden sie selbst den Ton mit der Schnur ab.
Mit voller Hingabe wenden sich die Kinder dem erdigen Material zu und bei manchen Gruppen ist die Konzentration so hoch, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte, so leise ist es plötzlich, obwohl 19 Kinder im Raum sind.
Auch schon ganz kleine Geschwister dürfen dabei sein und geniessen das Matschen und Kneten: Eine Zweijährige singt während des Gestaltens „Lollen, Lollen, Lollen…“, und „Alle meine Entlein“. 🙂
Stündlich schrumpft der Tonberg im Eck und formiert sich ganz neu am Tisch unter den Händen der Kinder.Es entstehen Kugeltürme, Schalen, Kraken, Klapperschlangen, Minions, Starwars-und Mine-Craft-Figuren, Schneemänner in allen Variationen, ein Zombiefriedhof, Katzen, Hasen, Gekkos, Pferde, Meerschweinchen und Mäuse in Lebensgröße, Höhlen und Türme, ….. .


(Nebenbei klären wir Fragen wie: „Warum schmeißt du Klopapier in den Ofen?“ – gemeint waren die Holzbriketts, die in ihrer Form tatsächlich einer Klopapierrolle ähneln….oder „Was ist das?“  – gemeint ist meine bestimmt 100 Jahre alte Schreibmaschine gefolgt von der Frage „Wie kann man da löschen?“.)
Nach einer Stunde („Was, es ist schon vorbei !?!?“)  packen die Kinder stolz ihre Werke in die mitgebrachten Schachteln – bei manchen Kindern waren die Augen größer als der Karton, aber  wir haben immer eine Lösung gefunden, um alle Sachen gut zu verstauen. Und für viele Begleitpersonen hat der Heimtransport der Tonwerke den Besuch im Fitnessstudio erspart, so schwer mussten sie tragen 😉

Hier gibts noch mehr Fotos….

Liebe Grüße,
Melanie

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