Bühne frei

Bühne frei für die Innere Rampensau!

Der innere Schweinehund ist allseits bekannt…bücherfüllend werden Strategien beschrieben, wie Du ihn am besten umschmeichelst, motivierst, zähmst, austrickst, mit ihm verhandelst oder in einen Dialog trittst. Er ist als Stofftier erhältlich, es gibt Anleitungen, wie Du Dir den eigenen inneren Schweinehund selbst basteln kannst …
(hier gibts einen empfehlenswerten Workshop dazu).
Ob es auch Hundeleine, Beisskorb und Leckerlis im gut sortierten Hundefachgeschäft gibt, entzieht sich meiner Kenntnis 😉

Deswegen werde ich mich heute zwei weiteren tierischen Gesellen meines Seelenzoos widmen, die Du vielleicht auch kennst – dem inneren Angsthasen und der inneren Rampensau:
Vor allem vor öffentlichen Auftritten liefern sich die beiden heftige Gefechte – beim inneren Angsthasen fangen beim leisesten Gedanken daran die Schnurrhaare zu zittern an, sein schneeweisses Fell verblasst noch weiter oder bekommt rote Flecken, sein Herz schlägt wie wild und er würde am liebsten Haken schlagen und sich in der Höhle verstecken.
Wenn da nicht die innere Rampensau wäre, die es liebt, auf der Bühne zu stehen, Präsenz zu zeigen, den eigenen Gedanken Stimme zu verleihen und die Leute zu begeistern und Applaus zu ernten. Deren Lebensmotto „Scheiß an, Paula!“ lautet und die sich keine Gedanken macht, was andere über sie denken.
Und sie ist in den letzten Jahren sehr überzeugend und kann den kleinen inneren Angsthasen immer wieder zu einer Mutprobe herausfordern 🙂
(…und oft bin ich dem inneren Angsthasen dankbar, dass er mich vor gefährlichen Situationen warnt, ist also schon gut, dass es ihn gibt….)

* Wenn Du auch einen inneren Angsthasen hast:
Wofür bist Du ihm dankbar? Wie kannst Du ihn ermutigen?

* Für alle, die ihre innere Rampensau auf die Bühne bringen wollen:
Wo ist Deine Bühne?
Wie sieht Dein perfektes Bühnenoutfit aus? Was sind Deine Special Effects? Womit begeisterst Du das Publikum? Wer sind Deine liebsten Fans?

* Welche Tiere gibt es noch in Deinem Seelenzoo?
* Welche Lebensbedingungen brauchen sie, um sich zu entfalten: Klima, Nahrung, Gesellschaft, Vegetation, Pflege,…?
* Welches Tier ist ein Publikumsmagnet und kann ohne Bedenken gezeigt werden?
* Welches Tier hältst Du lieber in einer Nische versteckt, weil es gefährlich ist, unangenehm riecht, laut ist, spuckt, oder andere Macken hat, die bei den BesucherInnen nicht so gut ankommen?
* Welche Tiere vertragen sich gut miteinander, welche liefern sich gern Kämpfe?
* Gibt es ein  inneres Tier, für das Du in diesem Monat eine besonders aufmerksame Patenschaft übernehmen möchtest, weil es in letzter Zeit zu kurz gekommen ist?

Tipp: Gestalte zu einer Frage, die Dich besonders anspricht, eine Seite in Deinem Art Journal!

Na dann…..The Stage is yours!
Melanie

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3 Gedanken zu “Bühne frei für die Innere Rampensau!

  1. auxkvisit schreibt:

    Wie gut, das mit den unterschiedlichen Tieren 🙂 An den Seelenzoo als solches habe ich bislang weniger gedacht, dabei klingt das wirklich einleuchtend.
    Ich hab mich kürzlich mit den inneren Monstern beschäftigt. Das dürfte dann in die Kategorie „Viecher, die man lieber versteckt hält“ fallen. Wobei man mit denen ja auch mal kuscheln kann: https://auxkvisit.wordpress.com/2015/07/12/wir-wir-mit-aengsten-umgehen-koennen/

    Gefällt mir

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