Malen zu Musik

Lautmalereien

Zeichnen und Malen kommt mir manchmal wie ein Tanz auf dem Papier vor.
Heute möchte ich Dich zum Tanz einladen:
Du brauchst dazu nur ein Blatt Papier, einen weichen Bleistift oder Buntstift, einen Filzstift oder eine Ölkreide – auf jeden Fall ein Zeichenwerkzeug, das eine gute Kondition hat und nicht nach zwei Takten schlapp macht 😉
Außerdem ein aktuelles Lieblingslied von Dir, vielleicht hast Du ja momentan einen Ohrwurm?

Also, Tanzparkett (= Papier) und TanzpartnerIn (= Stift) vorbereiten, Musik aufdrehen und sich vom Rhythmus der Musik führen lassen. Wenn Du Deinem Tanzpartner vertraust, kannst Du die Augen schliessen und Dich ganz der Musik hingeben.
(Das ist noch spannender und oft herausfordernder, weil Du nicht parallel kontrollieren kannst, ob die hinterlassenen Spuren „eh schön genug“ sind.)

Tipp: Leg unter Dein Tanzparkett einen großen Bogen Zeitungspapier o.ä., damit es keine bösen Überraschungen auf Deinem Tisch gibt, falls Dein Tanzpartner aus der Reihe tanzt 😉

Wenn die Musik zu Ende ist, öffne die Augen und betrachte die entstandenen Linien.
* Tauchen spontane Assoziationen auf?
* Vielleicht entdeckst Du im Liniengewimmel eine Figur?
* Möchtest Du entstandene Flächen ausmalen?
* Oder Du bedankst Dich einfach bei Deinem Tanzpartner für die Führung und machst
Dir ein neues Tanzdate aus 😉

Viel Spaß beim Tanzen!
Melanie

P.S. Du kannst mir gern Deine aktuelle Lieblingstanzmusik als Kommentar hinterlassen!

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Leichtigkeit

Leicht wie eine Feder…

Letzte Woche lautete das Motto meiner Komm Fensterln-Aktion „Leichtigkeit“:
Bunte Federn mit Schlagwörtern wie „Leichtigkeit“, „Spread your wings and fly“, „Es darf leicht gehen“, „für Höhenflüge“,  „Federleicht“,…zierten meine Pflückstation vorm Atelierfenster und sie gingen weg wie die warmen Semmeln 🙂

Viele meiner KlientInnen wünschen sich mehr Leichtigkeit im Leben, wenn Du es auch gerade schwer hast, kann ich Dir die Übung „Mit einer Feder malen“ wärmstens empfehlen. Die Übung ist auch ein interessanter Impuls für eine Art Journal Seite:

Malen mit Feder

Du brauchst dazu:
Feder(n), Papier, Tusche, Tinte oder verdünnte Wasserfarbe, beflügelnde Musik

So gehts:
Dreh Musik auf,  die für Dich mit Leichtigkeit verbunden ist und Dich beflügelt.
Tauche die Feder mit der weichen Seite in Dein Farbgefäß und lass sie zur Musik über das Papier gleiten. Langsam, schnell, wellenförmig, in Kreisen, …..was immer Dir in den Sinn kommt. Folge Deinen Impulsen und tauche zwischendurch immer wieder in die Farbe ein. Es ist nicht wichtig, dass Du alle Farbspuren siehst, wichtig ist, dem Schwung der Feder zu folgen. Sie kann sich auf den ganzen Körper übertragen. VielLEICHT magst Du im Stehen, an der Wand,…malen? Was macht es für einen Unterschied?
VielLEICHT möchtest Du die Augen dabei schliessen? VielLEICHT möchtest Du mit beiden Händen gleichzeitig malen?

Geniess es! Es darf LEICHT gehen 😉

liebe Grüße
Melanie

Buch

Offener Bücherschrank oder Buch mit sieben Siegeln…?

Kunstvoll beschriebene Bücher, dicke Wälzer mit aufwändigem Ledereinband und versiegelte Schriftstücke, meterhohe Leitern, Geheimtüren im Bücherregal….all diese Eindrücke habe ich am Wochenende im Prunksaal der Nationalbibliothek gesammelt.
Ich liebte ja Bibliotheken schon als Kind und hatte Glück, dass es in meiner Heimatstadt eine Stadtbücherei gab, die ich wöchentlich aufsuchte und aus der ich tonnenweise Lesestoff heimschleppte. Es roch dort so nach einer Mischung aus bedrucktem Papier, Staub und der Handcreme meines Bibliothekars. Das Geräusch, wenn die Ausleihfrist ins Buch und in meinen Leihausweis gestempelt wurde mochte ich so gern….damals gab es noch keine Scanner 😉
Naheliegend, dass ich als Studentin in der Fachbibliothek für Psychologie gejobbt habe und die Übersiedlung derselben bleibt mir bis heute in Erinnerung….oja Papier kann richtig schwer sein!
Bis heute sind Bibliotheken und Buchhandlungen für mich Orte mit hoher Anziehungskraft und  immer wieder Inspirationsquelle (z.B. für Blogbeiträge ;-)) :

Als ich durch die Regale der Nationalbibliothek geschlendert bin, hab ich mir die Frage gestellt, wie ich wäre, wenn ich ein Buch wäre und möchte Dich auch zu diesem Gedankenspiel einladen: „Wenn Du ein Buch wärst….“
* Wärst Du eine Broschüre oder ein Sammelband?  Sachbuch, Roman,
   Märchenbuch, Lexikon, Krimi, Liebesroman, Fantasyroman, E-Book…?
* Welches Format, welchen Einband hättest Du?
* Welchen Titel trägt Dein Buch?
* Wie lautet die Inhaltsangabe/der Klappentext?
* Wärst Du ein Buch mit sieben Siegeln oder ein offenes Buch?
* Wo wär Dein Platz im Bücherregal – in Augenhöhe, nur auf Anfrage erhältlich,
  im Bestsellerregal, …?

Vielleicht möchtest Du Deine Überlegungen in Deinem Art Journal festhalten?

liebe Grüße an alle Leseratten und Bücherwürmer unter Euch,
Melanie

Telefonwählscheibe

Art Journaling Impuls: „Dial a Poem“

Da heute Abend die Art Journaling Gruppe entfällt, gibts auf diesem Wege einen Gestaltungsimpuls für Deine Art Journal Seite:
Ein Teil der aktuellen Ausstellung in der Secession hat mich dazu inspiriert: Unter dem Motto „Dial a Poem“ kann man dort auf einem alten Wählscheibentelefon Gedichte 30 österreichischer AutorInnen abrufen (oder einfach die Nummer 01/58 50 433 wählen und sich die Gedichte anhören 🙂
Das brachte mich auf die Idee, die Zahlen meiner Telefonnummer in Gedichtzeilen umzuwandeln. Ich schnappte mir kurzerhand den Gedichtband „Liebesgedichte“ von Erich Fried, schlug eine beliebige Seite auf und schrieb die entsprechende Zeile für die erste Stelle meiner Telefonnummer ab (0  =Titel des Gedichts, 1 = erste Zeile, 2 = zweite Zeile….). Für jede Ziffer eine neue Seite aufschlagen und die passende Zeile abschreiben, bis die Telefonnummer komplett ist. Lass Dich überraschen, welches neue Gedicht dadurch entsteht. Wenn Du keine Gedichtesammlung zur Hand hast, geht das auch mit Zeilen von Liedtexten,… .
Aus meiner Telefonnummer ist folgendes Gedicht entstanden:

Tagtraum
Das Klingeln im Telefon
mit den Augen zu fixieren
Nicht nur die Abwehr
Es gibt auch
deine Lippen und deine Zunge
und dass sie noch sagen wollen
für das
Durcheinander
ob ich dich so lieb habe
Alles hallt nach
ohne Gerippe!

Du kannst den Text auf Deine Art Journal Seite übertragen, den Hintergrund dazu gestalten, weitere Gedanken dazu spinnen,… alles ist erlaubt.

Viel Spaß ! Vielleicht magst Du Deine ge-wählten Gedichte ja als Kommentar hinterlassen?
Melanie