Playroom of my own – Spielraum für die Seele

Nach zwei intensiven Wochen lechze ich nach einer Auszeit und freue mich schon sehr auf einen Workshop in der Papierwespe zum Thema Text.Monotypie.Buch. Zweieinhalb Tage nur für mich und mein kreatives Schaffen. Und manchmal brauche ich da auch ein anderes Atelier als mein eigenes. Obwohl das ja schon ein großer Luxus ist 🙂

Jeder sollte einen Text mitbringen, der einen inspiriert oder emotional berührt. Ich habe mir einen meiner Found Poetry Texte zum Thema Träume ausgesucht:


Und im Buch „Making Handmade Books – 100+ Bindings“ fand ich eine für mich passende Bindung, die ich ausprobieren wollte:

Handmade Books
Leporello Bindung

Soweit, so gut. Das war der Plan.
Ich baue mir ein kleines Modell, um die Anordnung der Seiten zu bestimmen und zu überlegen, wo ich welche Elemente drucken möchte, wo Schrift sein soll, wo eine Zeichnung hinkommt, und so weiter.

Danach gönne ich mir eine verdiente Mittagspause beim Italiener ums Eck und geniesse das ungestörte Mittagessen (kein Kind, das nebenbei gefüttert werden will, nicht x-mal runtergeschmissenes Besteck aufheben müssen, keine Wasserpfützen aufwischen ….). Also Essen mit Messer und Gabel, das Essen ist noch warm und es gibt sogar ein Tischtuch :-).
Und zwischen Zander und Petersilerdäpfel taucht Virginia Wolfs „A Room of One´s Own“ in meinen Gedanken auf und schon verwerfe ich meinen Plan.

Frisch inspiriert gestalte ich nach der Pause mit der vorgestellten Monotypietechnik (Leinöl, Pigment, Stoff und Holzstäbchen) die Innenseiten meines Leporellos mit Freewrtings zum Thema „Room of One´s Own“ und Kritzeleien.

Dann stelle ich die Papierbahnen auf und komme drauf, dass ich einen „Fehler“ in der Planung gemacht hatte und die Bindung anders funktionierte, sodass die Innenseiten plötzlich außen waren.
Ein erster Schreckmoment (ui, jetzt kann jeder lesen, was da steht,…), der sich aber rasch legt, weil plötzlich eine neue Idee aufpoppt. (und weil meine Schrift eh niemand lesen kann, wenn ich so schnell schreibe).

Das Innere könnte ich ja auch als Room of One´s Own gestalten. In Bunt und mit Wasserfarben. Ein Kontrast zum Schwarz-Weiß der Außenseiten.

Also Wasserfarben zufällig auf die Innenseiten auftragen und ineinanderfließen lassen.

Nun wollte ich die Innenseiten an den Falzen miteinander vernähen, um kleine Räume zu schaffen. Eine andere Teilnehmerin beobachtet mich beim Ausprobieren und meint: „Und wenn du es offen läßt?“
Und plötzlich merke ich, dass das noch viel stimmiger ist. Dass der Raum dann noch größer und flexibler wird.

Dann gestalte ich die Innenseiten noch mit Kreiden, um einige Akzente zu setzen.

Das Cover soll in schlichtem Weiss gehalten sein, sozusagen als freie Fläche.

Am zweiten Tag komme ich in der Pause an einem Altwarenhändler vorbei, bei dem ich einen alten Türbeschlag und einen kleinen Schlüssel finde. Die sollen als symbolischer Eingang in den Playroom fungieren und das Buch schließen.

Es folgen viele Tüfteleien, wie ich den Verschluss am Buch befestigen könnte. Schliesslich finde ich eine passende Lösung und bin sehr happy.

Und fertig ist mein „Playroom of my Own“. Der Schlüsselanhänger aus bunten Bändern soll einen kleinen Hinweis auf die bunte Innenwelt liefern.

Die Seiten lassen sich nun auf unterschiedliche Art kombinieren und weitergestalten. So entstehen auch beim Blättern immer wieder neue Spielräume.


Und wieder mal ist bewiesen: Kreativität ist Spielen. Du weißt am Anfang nie genau, was rauskommt und was rauskommt, ist meist viel besser als jeder Plan.
Nach zweieinhalb Tagen „Spielen“ ist meine Seele wieder genährt und gestärkt für den Alltag.

Nach kleinen Häppchen kreativer Auszeit an normalen Tagen tut so ein Mehrgang-Menü an einem Wochenende zusätzlich gut.
I just can´t get enough 🙂

Und wo sind Deine Spielräume?

Wenn Du einen Spielraum oder eine kreative Auszeit brauchst, bist Du in meinem Atelier genau richtig 🙂

liebe Grüße,

Melanie



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Maisflocken, Matsch und Malen

Essbares Verpackungsmaterial aus Maisflocken, ja wirklich – bekomme ich regelmäßig von meiner Ateliernachbarin, die Produkte von Ringana vertreibt und die sind zum Teil in diesen Maisflocken verpackt:

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Aber nicht alles, was man essen kann, schmeckt auch und so dachte ich mir, wenn man die Flocken essen kann, lösen sich die bestimmt auch in Wasser auf….und durch die Maisstärke klebt das sicher ganz toll….also war Experimentieren angesagt, bevor ich es diese Woche mit den Kindern im Kindermalkurs ausprobiert hab.

Und es hat funktioniert und den Kindern Riesenspaß gemacht, den matschigen Brei anzurühren, zu sehen, wie sich die „Bemmerl“ Stück für Stück im Wasser auflösen und dabei viele Bläschen hinterlassen. Sie dann mit Fingerfarbe zu vermischen, bis ein bunter Brei entsteht und dann mit den Händen oder einem dicken Pinsel auf Karton aufzutragen.

Oder die Maisflocken in Farbe zu tauchen und damit zu stempeln, bis sich das Maisflöckchen auflöst.

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Wenn Du das auch ausprobieren  möchtest:
Einfach eine Schüssel mit den Verpackungsmaisflocken füllen, Wasser dazuleeren, gut verrühren, einen Schuss Farbe dazugeben und auf Karton oder sehr saugfähigem Papier damit malen.
Die Arbeitsfläche gut abdecken, es ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit 😉

Es dauert je nach Dicke der Kleber/Farbschicht einige Zeit, bis das Bild trocknet, also Geduld ist gefragt 🙂

Tipp: Wenn Du statt Fingerfarbe Lebensmittelfarbe zum Einfärben verwendest, ist die Farbe sogar essbar und auch für Kleinstkinder als Sinneserfahrung gut durchführbar.

Man könnte den Matschbrei auch wunderbar als Kleber verwenden – einfach den Karton damit einstreichen und verschiedene Materialien (Folie, Papierschnipsel, Wollfäden, Blätter, Konfetti,….) darauf verteilen.

Viel Spaß beim Matschen 🙂
liebe Grüße,
Melanie

P.S. Noch mehr  sinn-volle Malanregungen für (Klein-)Kinder findest Du übrigens auch in meinen Skillshare-Videos. Einfach HIER klicken und reinschauen, welch bunte Bilder ich gemeinsam mit meiner Assistentin Pippi Pinsel gemalt habe. Mit Tee, Gewürzen, Topfenfarbe, Luftballons, Seidenpapier oder Luftpolsterfolie, Rasierschaum….
nichts ist vor uns sicher 🙂

Liebster Award Nr. 2

Vielen Dank an Vera Rosenauer von Abenteuer Erziehung für die Wiederwahl und zweite Nominierung für den Liebster Award 🙂 – Fanclub rocks!

Eine kurze Erklärung: Liebster Award ist eine Blogartikelserie, in der sich BloggerInnen gegenseitig 11 Fragen stellen und weitere Blogs mit neuen Fragen nominieren. Das Ziel ist die Vernetzung untereinander und die LeserInnen können so mehr über die BloggerInnen und deren Beweggründe erfahren.

So funktioniert es:
·  Danke der Person, die dich für den „Liebster Award“ nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
·   Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. Entweder in deinem Blogartikel oder in einem speziellen Interview. Wenn du die Fragen im Interview beantwortest, schreibe noch einen eigenen Blogartikel für den „Liebster Award“.
·    Nominiere 3 bis 11 weitere BloggerInnen für den „Liebster Award“.
·   Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten BloggerInnen zusammen.
·   Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum „Liebster Award“, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
·   Informiere deine nominierten BloggerInnen über die Nominierung und deinen Artikel.
·   Das Logo kannst du dir hier auf der Seite speichern und benutzen.

Hier die Fragen, die mir Vera gestellt hat – und meine Antworten:

1.           Was ist dein Lieblingsgetränk beim Blogartikelschreiben?
Wenn ich einen Rohentwurf mit der Hand schreibe, dann sehr gerne heiße Schokolade oder im Moment grad Salep (ein dickflüssiges, nach Vanille, Mandel, Orchideen, Zimt…schmeckendes Heißgetränk, das einen sofortigen Zuckerstoß garantiert – erhältlich im türkischen Supermarkt :-), wenn ich den Text in den Computer eintippe, dann trinke ich gar nichts – zur Sicherheit, denn Flüssigkeiten vertragen sich nicht so gut mit dem Innenleben meines Laptops 😉

2.           Wie entwickelst du deine kreativen Ideen?
Zum Ideensammeln nutze ich prinzipiell Stift und Notizbuch. Da finden Skizzen, Schlagwörter, Themen, Materialideen…. einen guten Platz.
Das Tun an sich ist bei mir sehr prozessorientiert…ich hab eine Grundidee, die sich im Lauf des kreativen Tuns aber noch ganz oft verändern kann.

3.           Was ist dein neuestes Projekt abseits deines Blogs?
Vor kurzem habe ich mich an das Medium Video herangewagt und arbeite momentan an verschiedenen DIY-Tutorials für die Online-Plattform Skillshare.
Hier ist mein erstes Video zum Reinschnuppern – im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich zeige darin 3 Möglichkeiten, selbst Farben aus einfachen Zutaten herzustellen. Und die riechen alle auch ziemlich gut 🙂 Und ihr solltet auf jeden Fall meine Assistentin Pippi Pinsel kennenlernen!

4.           Hast du eine Lieblingsserie?
„Modern Family“ und „Monk“.

5.           Wie erreichst du neue Leser für deine Blogartikel?
Durch Cross-Marketing, sprich durch Verlinken von Blogartikeln auf der Homepage, in meinem Newsletter, auf Facebook, Pinterest.

6.           Dein Lieblingslokal fürs Frühstück?
MMmhhh, da gibts in Wien ja so viele gute Möglichkeiten und ich probiere gern neue Lokale aus. Sehr gern bin ich im Ullmann (wegen der legendären Schoko-Nuss-Creme),
Oben (wegen der Aussicht beim Frühstück)…das  Eduard habe ich vor kurzem  neu entdeckt… das Cafemima am Karmeliterplatz,….die Liste ließe sich unendlich weiterführen.

7.           Was sind deine Ziele für 2017?
Ich nehm mir vor, fürs nächste Jahr ein Bullet Journal zu führen, um meine kleinen und großen Ziele noch besser im Blick zu haben, manche Arbeitsabläufe besser zu organisieren und meine Gewohnheiten abzubilden, schöne Erlebnisse festzuhalten, … bin neugierig, wie das für mich funktioniert.

8.           Wie entspannst du dich nach einem langen Arbeitstag?
Mit kreativen Dingen (zeichnen, basteln, schnipseln, nähen, ….), Yoga, Badewanne, einem guten Essen, Lesen, oder einfach mal am Sofa liegen und ins Narrenkastl schauen 😉

9.           Hörst du Musik beim Arbeiten, wenn ja – welche?
Kommt drauf an, wenn ich Texte schreibe oder Emails verfasse oder Buchhaltung mache, dann höre ich keine Musik. Im Atelier höre ich gern Loreena McKennitt, am liebsten, wenn ich den Kamin anheize. Ansonsten Zufallswiedergabe bei den I-Tunes 🙂

10.        Schreibst du lieber mit der Hand oder auf dem PC?
Eindeutig lieber mit der Hand!!!!

11.        Wo außer auf Deinem Blog kann man Dich finden?
Virtuell auf der Homepage, in meinem Newsletter, auf Facebook, auf Pinterest, und auf Skillshare.
Real in meinem Atelier, bei den Buchbindeworkshops auch gern in Oberösterreich, bei Seminaren in ganz Wien, in oben genannten Frühstückslokalen, beim Künstlerbedarf und Bastelbedarf meines Vertrauens, im Yogastudio, bei der Weisheit der Gruppe…und manchmal verstecke ich mich zuhause zwischen meinen Bastelsachen und bin stundenlang nicht ansprechbar 😉

So, das wars mal von meiner Seite und ich nominiere:
* Julia Neubauer – die Aufräumerin
* Julia Rumplmayr – Linzerkind
* Sophie führt

 Folgende Fragen habe ich an Euch:
1. Was ist für Dich das Spannende am Bloggen?
2. Woher schöpfst Du Inspirationen für Deine Beiträge?
3. Hast Du neben dem Bloggen noch andere Schreibprojekte/Schreibrituale?
z.B. persönliches Tagebuch, Buchprojekt, Artikel für Zeitschriften,….
4. Wenn Du über den Herbst bloggen würdest, wie würde der Titel lauten?
5. Welches ist Dein Lieblingsbuch und warum?
6. Mit welchem Geschenk kann man Dir die größte Freude machen?
7. Frederik sammelt im gleichnamigen Kinderbuch ja Wörter, Farben und Sonnenstrahlen
– was sammelst Du?
8. Wofür bist Du dankbar?
9. Was hast Du heute schon getan, um im Dankbarkeitstagebuch eines anderen Menschen einen Eintrag zu bekommen?
10. Worüber kannst Du herzhaft lachen?
11. Was steht momentan ganz oben auf Deiner To – Do – Liste?

Ich freu mich auf Eure Antworten!
liebe Grüße,
Melanie

Pokemon-Go Doppelfund: Zwei auf einen Streich!

Nach dem unerwarteten Hornliu-Fund sind nun gleich zwei neue analoge Pokemon Go (in diesem Falle zwei Luftball-ons) im Sicherungskasten aufgetaucht:
Voltobal und seine Weiterentwicklung in Form von Lektrobal:

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Die lassen sich ganz schnell selber machen, du brauchst dazu:
* Mehl
* 1 kleines Plastiksackerl (z.B. Jausensackerl)
* 1 roten und 1 weißen Luftballon
* Schere
* schwarzen und weissen Stift (z.B. Permanent-Eddings, Acrylstifte, Sharpie-Pens,…)

So gehts:
* Fülle ca. 4-5 gehäufte Esslöffel Mehl in ein kleines Plastiksackerl. Ende verzwirbeln und
gegenläufig noch einmal um das Sackerl stülpen und gut verknoten.

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Ich hatte nur ein bedrucktes Sackerl, noch besser ist ein komplett durchsichtiges oder weisses (damit die Beschriftung später nicht durchscheint).

* Nun schneide beide Luftballons oberhalb der dünnsten Stelle ab:

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* Für Voltobal stülpe nun den weissen großen Luftballonteil über den Mehlbeutel.
(Das ist meiner Erfahrung nach die einfachste Möglichkeit, Mehl in den Luftballon zu
füllen. Der Tipp, mit einem Trichter Mehl in den Ballon zu füllen,  ist für mich total
unbrauchbar. Glaub mir, ich habs  probiert und es war entweder einen Riesensauerei, hat
ewig gedauert oder hat einfach meine Nerven zu sehr strapaziert ;-))
IMG_8482* Nun den roten Luftballonteil überziehen, sodass die Öffnung gut verdeckt ist:

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* Zum Schluss noch das Gesicht auf die rote Hälfte aufmalen und fertig ist Voltobal!
Verwende permante Marker (z.B. Eddings, Sharpie-Stifte, Tipp-Ex, Acrylstifte, o.ä.),
damit die Farbe nicht verwischt.

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Für die Lektrobal-Variante zuerst den roten und dann den weissen Ballon überstülpen und das Gesicht aufmalen.

Diese Luftball-ons lassen sich wunderbar als Anti-Streß oder Wutbälle verwenden.
Falls du mal unter Spannung stehst, einfach den Voltobal oder Elektroball ganz fest knautschen 🙂

viel Spaß beim Nachbasteln,

liebe Grüße, Melanie

„Socke-mon Hornliu“ gefunden !

Stell Dir vor, was letzte Woche in meinem Atelier passiert ist! Ich räum grad meine Farben auf, wasch Pinsel aus und plötzlich seh ich auf meinem Tisch so ein braunes längliches Ding mit rosa Kugelbeinen und einem weißen Horn vorne und hinten…..erraten: ein Pokemon Go, ein „Hornliu“ um genau zu sein!
Und das Beste ist, ich musste dazu nicht mal rausgehen, es ist zu mir gekommen, und wie es sich für ein Atelier so gehört, sogar ganz analog und zum Angreifen 🙂

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…na gut, zugegeben, ich hab ein bisschen mitgeholfen, und hier siehst Du, wie ich es gemacht hab (falls Du auch Lust auf analoge Pokemon-Suche hast):
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Du brauchst dazu:
* einen braunen Socken
* Füllwatte, Vlies oder Filzwolle
* ein Stück weissen Stoff für das Horn
* Wolle
* 14 rosa Holzperlen (Durchmesser ca. 25mm)
* 1 große rosa Holzperle für die Nase
* 2 schwarze Perlen für die Augen
* Schere, Nähnadel und Zwirn

So gehts:
Zuerst den Socken mit Filzwolle oder ähnlichem Füllmaterial ausstopfen,
dann am Ende mit dickem Faden eine Runde Vorstiche machen und zusammenziehen, sodass noch eine kleine Öffnung frei bleibt (hier kommt später das hintere Horn rein).


Mit Wollfäden den Kopfteil abbinden und dann 7 Teile, die nach hinten kleiner werden, abbinden.

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Nun kommen die Hörner dran: ich hab dazu aus einem Stück weissen Stoff zwei Dreiecke zugeschnitten, jeweils die schmale Seite (ca. 6 cm Länge) zugenäht, gewendet und mit etwas Füllmaterial ausgestopft.
Für das hintere Horn etwas weniger Füllmaterial verwenden, abbinden und das untere Zipferl mit dem Restfaden umwickeln. Dann läßt sich dieser Teil gut in die hintere Sockenöffnung stecken (eventuell musst Du dazu den letzten abgebundenen Sockenteil noch mal lösen und erneut zubinden, wenn das Horn fixiert ist). Mit ein paar Stichen wird das Horn am Socken angenäht.

Für das vordere Horn das zweite Dreieck ausstopfen, die Unterseite mit Vorstichen umrunden und festziehen. An der Stirnseite des Hornlius festnähen.

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Nun die beiden schwarzen Perlen und die große rosa Perle (ich hatte zufällig eine ellipsenförmige Holzperle, Du kannst aber auch eine normale Holzperle mit etwas größerem Durchmesser verwenden) als Gesicht aufnähen.

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Zum Schluss die rosa Perlen als Beine (pro Segment je 1 Perle rechts und links) aufnähen, fertig ist das Pokemon, ähm Socke-Mon Hornliu 🙂


Das hat richtig Spaß gemacht und ich werd die Augen weiterhin offenhalten….wer weiss welchem Pokemon ich noch begegne…

viel Spaß beim Nachbasteln (vielleicht magst Du Deinen Socke-Mon Hornliu als Kommentar posten….)

liebe Grüße,
Melanie

P.S. Und das Unfallrisiko ist bei dieser Pokemon-Variante auch sehr gering (Du kannst Dich höchstens mit der Nadel in den Finger stechen) 😉

Schattenspiele

Wo viel Sonne ist, da ist auch viel Schatten. Und genau dieser lässt sich wunderbar als Gestaltungsimpuls verwenden (zum Beispiel für alle, die Ehrfurcht vorm berühmten weißen Blatt haben :-)):
Einen interessanten Schatten an der Hauswand, dem Gehweg, dem Tisch,…finden, ein Blatt Papier darauf legen und die Konturen mit einem Stift abzeichnen.

Schattenschriftzug

Nun die entstandene Form ausmalen, daran weiterzeichnen,… was auch immer Dir dazu einfällt.

Viel Spaß beim Schattenspielen!
Melanie

Kapitalband, Oma-Tisch und Happy Faces

Papier, Buchbinderleinen, Graupappe, Falzbeine, Zwirn, Nadeln, Scheren, Bleistifte, Cutter, Lineale, Leim und Pinsel, Lesebändchen und Kapitalband sind vorbereitet.

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Das Wort Kapitalband nehmen alle TeilnehmerInnen meiner Buchbindeworkshops in ihren Wortschatz und ein handgebundenes Notizbuch in ihren Bücherschatz auf.
Aber bis dahin sind noch einige Schritte zu tun, also mal langsam und von vorne:

Zuerst werden die Papiere für den Buchkern, also das Innere des Buches, gefaltet. Akribisch Blatt für Blatt. Dann die Löcher zum Nähen vorgestochen. Wenns ums Nähen geht, fällt fast immer der Spruch „Langes Fädchen, faules Mädchen“ 🙂
„Rein, Raus, Rüber,  ..“oder je nach Dialektfärbung „Eine, Ausse, Umme, Owe…“ werden die einzelnen Nähschritte sprachbegleitet, damit man den Faden nicht verliert.

Wenn alle einzelnen Hefte miteinander vernäht sind, dann gehts auf zum Oma-Tisch.
Oma-Tisch nicht deshalb, weil der Tisch von meiner Oma ist (auch wenn sie diese alte Schulbank, die in meinem Atelier steht, altersmäßig wohl drücken hätte können). Oma-Tisch, weil auf diesem Tisch alle Papiere und Leinen zum Kaschieren des Bucheinbandes bereit liegen und die TeilnehmerInnen beim Durchstöbern immer wieder Laute wie „Oh!“, „Ma, hast du das Papier schon gesehen – urschön!“…von sich geben 🙂
Happy Faces Nr. 1!

bedruckte Papiere
Wenn die Papier-Entscheidung getroffen ist, wird der Buchrücken mit dem Vorsatzpapier schon mal verleimt und gepresst. Währenddessen wird die Graupappe für den Bucheinband zugeschnitten. Dann das Papier auf die richtige Größe zugeschnitten und der Karton damit kaschiert. Lesebändchen und Kapitalband (das kleine, farbige Bändchen, das bei Hardcover-Büchern an der Ober- und Unterkante des Buchrückens angeklebt ist) anleimen und dann den Buchkern in den Bucheinband kleben.

Nun ist das handgebundene Buch fertig – Happy Faces Nr. 2! – und darf nach dem finalen Pressvorgang mit Notizen, Zeichnungen, Erinnerungen, Fotos,…gefüllt werden.
Die TeilnehmerInnen legen ihr Buch höchstens noch mal fürs Foto aus der Hand 🙂

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Und wenn Du nun Lust bekommen hast, Dein eigenen Notizbuch zu binden, komm einfachmal zu einem meiner Buchbindeworkshops!

Hier gibts auch ein Video mit einem kleinen Einblick in mein „Bücherregal“.

liebe Grüße,
Melanie