Schattenspiele

Wo viel Sonne ist, da ist auch viel Schatten. Und genau dieser lässt sich wunderbar als Gestaltungsimpuls verwenden (zum Beispiel für alle, die Ehrfurcht vorm berühmten weißen Blatt haben :-)):
Einen interessanten Schatten an der Hauswand, dem Gehweg, dem Tisch,…finden, ein Blatt Papier darauf legen und die Konturen mit einem Stift abzeichnen.

Schattenschriftzug

Nun die entstandene Form ausmalen, daran weiterzeichnen,… was auch immer Dir dazu einfällt.

Viel Spaß beim Schattenspielen!
Melanie

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Freude

Ein Glas voller Freude!

Mit viel Freude hab ich die letzten Tage verbracht….Freude über den 6. Geburtstag meines Unternehmens, Freude über die strahlenden Herbsttage, Freude über überraschende Begegnungen, …. .
Es gibt auch immer wieder Tage, wo sich die freudvollen Momente zu verstecken scheinen und für solche Tage ist es hilfreich, auf einen Freudevorrat zurückgreifen zu können.

Zwei Möglichkeiten, einen solchen Vorrat anzulegen, möchte ich Dir heute vorstellen:

* Freudentagebuch:
Wähle ein hübsches Notizheft oder -buch, dessen Anblick Dir schon Freude beschert.
(Besonders viel Freude beschert ein selbstgemachtes Notizbuch ;-))
Schreibe jeden Abend mindestens drei freudvolle Momente des Tages auf. Das können schon ganz kleine Dinge sein, z.B. Freude an einem nährenden Frühstück, die wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Gesicht, eine herzliche Umarmung,… .

* Ein Glas voller Freude:
Suche Dir ein hübsches Glasgefäß (nicht zu klein!) mit Deckel. Du kannst es mit einem Etikett mit der Aufschrift „Freude“, o.ä. verzieren, was immer Dir Freude macht, ist erlaubt.
Und Du brauchst viele (bunte) Papierstreifen.
Beschrifte jeden Abend mindestens drei Streifen mit je einem freudvollen Erlebnis des Tages. Falte die Streifen und wirf sie in das Glas. Du wirst sehen, wie das Glas täglich voller wird 🙂

Und wenn es mal einen nicht so freudvollen Tag gibt, kannst Du Dich an Deinen Vorräten laben, indem Du die Zettel oder Tagebucheinträge nachliest.

(Achtung: Der Umstand, dass Du so einen Vorrat anlegst, könnte dazu führen, dass Du viel mehr Augenmerk auf die freudvollen Momente des Lebens legst und Du im Lauf der Zeit deutlich mehr als drei Dinge pro Tag entdeckst 🙂

freudige Grüße
Melanie

P.S. Das Titelbild stammt übrigens aus dem wunderbaren Pop-Up-Buch
„Das Farbenmonster“ von Anna Llenas. (Danke an Elvira für den Tipp :-))

Farben sammeln

„Frederick“ von Leo Lionni ist immer noch eine meiner Lieblingsgeschichten,
vorallem an trüben Herbsttagen. Frederick, die kleine Maus, sammelt nämlich
statt Körnern, Nüssen und Stroh lieber Sonnenstrahlen, Farben und Wörter
für den Winter. Anfangs von den anderen Mäusen belächelt, sind sie an den
kalten Wintertagen froh über Fredericks Vorräte.
Deshalb möchte ich Dich heute zum Farben sammeln einladen:

In Baumärkten gibt es diese Farbkarten in der Malerabteilung zur freien Entnahme:

Farbkarten
Sie zeigen unzählige Farbschattierungen und eignen sich deshalb wunderbar, um daraus eine farbenprächtige Collage zu zaubern.
Du brauchst dazu nur Farbkarten, Zeichenpapier, Klebstoff und Schere.
Und schon kanns losgehen:
Schneide beliebige Formen aus den Karten aus (alternativ eignen sich Motivstanzen – vorallem für Kreise sind die sehr praktisch)  und füge sie zu einem neuen Farbmosaik zusammen. Als Farbverlauf, als Farbspirale, bunt durcheinandergeWÜRFELt, …. alles ist erlaubt.

Diese Übung lässt sich auch wunderbar mit meiner Buchfoliencollage kombinieren.

Noch mehr Inspirationen zum Gestalten mit diesen Farbkarten
hab ich hier für Dich gesammelt 🙂

bunte Grüße,
Melanie

Malen zu Musik

Lautmalereien

Zeichnen und Malen kommt mir manchmal wie ein Tanz auf dem Papier vor.
Heute möchte ich Dich zum Tanz einladen:
Du brauchst dazu nur ein Blatt Papier, einen weichen Bleistift oder Buntstift, einen Filzstift oder eine Ölkreide – auf jeden Fall ein Zeichenwerkzeug, das eine gute Kondition hat und nicht nach zwei Takten schlapp macht 😉
Außerdem ein aktuelles Lieblingslied von Dir, vielleicht hast Du ja momentan einen Ohrwurm?

Also, Tanzparkett (= Papier) und TanzpartnerIn (= Stift) vorbereiten, Musik aufdrehen und sich vom Rhythmus der Musik führen lassen. Wenn Du Deinem Tanzpartner vertraust, kannst Du die Augen schliessen und Dich ganz der Musik hingeben.
(Das ist noch spannender und oft herausfordernder, weil Du nicht parallel kontrollieren kannst, ob die hinterlassenen Spuren „eh schön genug“ sind.)

Tipp: Leg unter Dein Tanzparkett einen großen Bogen Zeitungspapier o.ä., damit es keine bösen Überraschungen auf Deinem Tisch gibt, falls Dein Tanzpartner aus der Reihe tanzt 😉

Wenn die Musik zu Ende ist, öffne die Augen und betrachte die entstandenen Linien.
* Tauchen spontane Assoziationen auf?
* Vielleicht entdeckst Du im Liniengewimmel eine Figur?
* Möchtest Du entstandene Flächen ausmalen?
* Oder Du bedankst Dich einfach bei Deinem Tanzpartner für die Führung und machst
Dir ein neues Tanzdate aus 😉

Viel Spaß beim Tanzen!
Melanie

P.S. Du kannst mir gern Deine aktuelle Lieblingstanzmusik als Kommentar hinterlassen!

Leichtigkeit

Leicht wie eine Feder…

Letzte Woche lautete das Motto meiner Komm Fensterln-Aktion „Leichtigkeit“:
Bunte Federn mit Schlagwörtern wie „Leichtigkeit“, „Spread your wings and fly“, „Es darf leicht gehen“, „für Höhenflüge“,  „Federleicht“,…zierten meine Pflückstation vorm Atelierfenster und sie gingen weg wie die warmen Semmeln 🙂

Viele meiner KlientInnen wünschen sich mehr Leichtigkeit im Leben, wenn Du es auch gerade schwer hast, kann ich Dir die Übung „Mit einer Feder malen“ wärmstens empfehlen. Die Übung ist auch ein interessanter Impuls für eine Art Journal Seite:

Malen mit Feder

Du brauchst dazu:
Feder(n), Papier, Tusche, Tinte oder verdünnte Wasserfarbe, beflügelnde Musik

So gehts:
Dreh Musik auf,  die für Dich mit Leichtigkeit verbunden ist und Dich beflügelt.
Tauche die Feder mit der weichen Seite in Dein Farbgefäß und lass sie zur Musik über das Papier gleiten. Langsam, schnell, wellenförmig, in Kreisen, …..was immer Dir in den Sinn kommt. Folge Deinen Impulsen und tauche zwischendurch immer wieder in die Farbe ein. Es ist nicht wichtig, dass Du alle Farbspuren siehst, wichtig ist, dem Schwung der Feder zu folgen. Sie kann sich auf den ganzen Körper übertragen. VielLEICHT magst Du im Stehen, an der Wand,…malen? Was macht es für einen Unterschied?
VielLEICHT möchtest Du die Augen dabei schliessen? VielLEICHT möchtest Du mit beiden Händen gleichzeitig malen?

Geniess es! Es darf LEICHT gehen 😉

liebe Grüße
Melanie

Bühne frei

Bühne frei für die Innere Rampensau!

Der innere Schweinehund ist allseits bekannt…bücherfüllend werden Strategien beschrieben, wie Du ihn am besten umschmeichelst, motivierst, zähmst, austrickst, mit ihm verhandelst oder in einen Dialog trittst. Er ist als Stofftier erhältlich, es gibt Anleitungen, wie Du Dir den eigenen inneren Schweinehund selbst basteln kannst …
(hier gibts einen empfehlenswerten Workshop dazu).
Ob es auch Hundeleine, Beisskorb und Leckerlis im gut sortierten Hundefachgeschäft gibt, entzieht sich meiner Kenntnis 😉

Deswegen werde ich mich heute zwei weiteren tierischen Gesellen meines Seelenzoos widmen, die Du vielleicht auch kennst – dem inneren Angsthasen und der inneren Rampensau:
Vor allem vor öffentlichen Auftritten liefern sich die beiden heftige Gefechte – beim inneren Angsthasen fangen beim leisesten Gedanken daran die Schnurrhaare zu zittern an, sein schneeweisses Fell verblasst noch weiter oder bekommt rote Flecken, sein Herz schlägt wie wild und er würde am liebsten Haken schlagen und sich in der Höhle verstecken.
Wenn da nicht die innere Rampensau wäre, die es liebt, auf der Bühne zu stehen, Präsenz zu zeigen, den eigenen Gedanken Stimme zu verleihen und die Leute zu begeistern und Applaus zu ernten. Deren Lebensmotto „Scheiß an, Paula!“ lautet und die sich keine Gedanken macht, was andere über sie denken.
Und sie ist in den letzten Jahren sehr überzeugend und kann den kleinen inneren Angsthasen immer wieder zu einer Mutprobe herausfordern 🙂
(…und oft bin ich dem inneren Angsthasen dankbar, dass er mich vor gefährlichen Situationen warnt, ist also schon gut, dass es ihn gibt….)

* Wenn Du auch einen inneren Angsthasen hast:
Wofür bist Du ihm dankbar? Wie kannst Du ihn ermutigen?

* Für alle, die ihre innere Rampensau auf die Bühne bringen wollen:
Wo ist Deine Bühne?
Wie sieht Dein perfektes Bühnenoutfit aus? Was sind Deine Special Effects? Womit begeisterst Du das Publikum? Wer sind Deine liebsten Fans?

* Welche Tiere gibt es noch in Deinem Seelenzoo?
* Welche Lebensbedingungen brauchen sie, um sich zu entfalten: Klima, Nahrung, Gesellschaft, Vegetation, Pflege,…?
* Welches Tier ist ein Publikumsmagnet und kann ohne Bedenken gezeigt werden?
* Welches Tier hältst Du lieber in einer Nische versteckt, weil es gefährlich ist, unangenehm riecht, laut ist, spuckt, oder andere Macken hat, die bei den BesucherInnen nicht so gut ankommen?
* Welche Tiere vertragen sich gut miteinander, welche liefern sich gern Kämpfe?
* Gibt es ein  inneres Tier, für das Du in diesem Monat eine besonders aufmerksame Patenschaft übernehmen möchtest, weil es in letzter Zeit zu kurz gekommen ist?

Tipp: Gestalte zu einer Frage, die Dich besonders anspricht, eine Seite in Deinem Art Journal!

Na dann…..The Stage is yours!
Melanie

Buch

Offener Bücherschrank oder Buch mit sieben Siegeln…?

Kunstvoll beschriebene Bücher, dicke Wälzer mit aufwändigem Ledereinband und versiegelte Schriftstücke, meterhohe Leitern, Geheimtüren im Bücherregal….all diese Eindrücke habe ich am Wochenende im Prunksaal der Nationalbibliothek gesammelt.
Ich liebte ja Bibliotheken schon als Kind und hatte Glück, dass es in meiner Heimatstadt eine Stadtbücherei gab, die ich wöchentlich aufsuchte und aus der ich tonnenweise Lesestoff heimschleppte. Es roch dort so nach einer Mischung aus bedrucktem Papier, Staub und der Handcreme meines Bibliothekars. Das Geräusch, wenn die Ausleihfrist ins Buch und in meinen Leihausweis gestempelt wurde mochte ich so gern….damals gab es noch keine Scanner 😉
Naheliegend, dass ich als Studentin in der Fachbibliothek für Psychologie gejobbt habe und die Übersiedlung derselben bleibt mir bis heute in Erinnerung….oja Papier kann richtig schwer sein!
Bis heute sind Bibliotheken und Buchhandlungen für mich Orte mit hoher Anziehungskraft und  immer wieder Inspirationsquelle (z.B. für Blogbeiträge ;-)) :

Als ich durch die Regale der Nationalbibliothek geschlendert bin, hab ich mir die Frage gestellt, wie ich wäre, wenn ich ein Buch wäre und möchte Dich auch zu diesem Gedankenspiel einladen: „Wenn Du ein Buch wärst….“
* Wärst Du eine Broschüre oder ein Sammelband?  Sachbuch, Roman,
   Märchenbuch, Lexikon, Krimi, Liebesroman, Fantasyroman, E-Book…?
* Welches Format, welchen Einband hättest Du?
* Welchen Titel trägt Dein Buch?
* Wie lautet die Inhaltsangabe/der Klappentext?
* Wärst Du ein Buch mit sieben Siegeln oder ein offenes Buch?
* Wo wär Dein Platz im Bücherregal – in Augenhöhe, nur auf Anfrage erhältlich,
  im Bestsellerregal, …?

Vielleicht möchtest Du Deine Überlegungen in Deinem Art Journal festhalten?

liebe Grüße an alle Leseratten und Bücherwürmer unter Euch,
Melanie